Mit der 40D beim Mattscheiben-Doktor

Es lässt sich nicht vermeiden: wenn man regelmäßig das Objektiv-Wechselspiel spielt, besteht immer eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass etwas ins Gehäuse gelangt, was da nicht hingehört. In der Regel sind es nur Kleinstpartikel, und die haben bei mir noch nie größeren Schaden angerichtet. Aber früher oder später landet auch etwas auf der Mattscheibe, und spätestens dort ist es störend.

Also wird man früher oder später mit einem Blasebalg-Pinsel quasi um die Ecke versuchen den Schmutz wegzupusten. Und das auch noch im Blindflug. Darüber hinaus stellt sich natürlich die Frage: wohin puste ich den Staub überhaupt?

Wichtig: die Mattscheibe ist, wie fast alles Optische im Inneren einer Kamera, sehr empfindlich (im Sinne von „wirklich“ sehr empfindlich). Reinigungsflüssigkeiten und ungestümes reiben mit Stoffen oder Tüchern aller Art sollten unbedingt vermieden werden.

Da Besitzern einer Canon 40D spätestens nach einem Blick in die Bedienungsanleitung früher oder später die verschiedenen Mattscheiben-Optionen als Zubehör auffallen werden, ist klar, dass die Mattscheibe in irgendeiner Form zugänglich sein muss. Ein Blick in das Innere lässt die Halterung gut erkennen, und sogar eine kleine Metalllasche hierzu.

Der inzwischen üppig in meiner Kamera angesammelte Staub (und der Geiz vor einem Gang zur Service-Werkstatt) verleitete mich letztlich dazu, vorsichtig an dieser Lasche zu hantieren.

Überraschenderweise genügte ein minimaler Zug nach vorne-oben, und die Halterung klappte von alleine nach unten:

d40-mattscheibe-001

Die Halterung fiel hierbei übrigens recht schnell, so dass es bei ungünstiger Haltung der Kamera durchaus passieren könnte, dass die Mattscheibe gleich komplett herausfällt, da diese ohne weitere Arretierung nur leicht in der Halterung liegt. Auf jeden Fall sollte die Scheibe wie folgt frei zugänglich sein:

d40-mattscheibe-002

Mutige Feinmotoriker nehmen nun die Mattscheibe ganz vorsichtig mit den Fingerspitzen, alle anderen verwenden hierzu eine (möglichst in Samt gefasste) Pinzette. In jedem Fall bietet die kleine Lasche vorne rechts an der Scheibe einen möglichen Haltepunkt.

Nach Entnahme lassen sich alle kleinen Körnchen und Fussel wesentlich besser erkennen, und mit einem Blasebalg-Pinsel vorsichtig entfernen.

Wie oben schon erwähnt hier noch einmal der dringende Hinweis, dass man tunlichst keinen nennenswerten mechanischen Druck ausüben sollte, da die Struktur der Mattscheibe wirklich sehr empfindlich ist. Aggressive Reinigungsflüssigkeiten verbieten sich an dieser Stelle ohnehin, vor allem da es sich hierbei um Kunststoff handelt.

Nach erfolgter Reinigung muss man abschliessend nur noch darauf achten, das empfindliche Stück wieder in korrekter Position auf die Halterung zu legen (die oben erwähnte Lasche muss wieder nach vorne rechts), und die Halterung vorsichtig nach oben einrasten zu lassen.

Letztlich bleibt nur noch die Hoffnung, dass die Umgebung staubfrei genug war, um nach der Reinigung eher weniger, und nicht mehr Partikel auf dem Sucher zu haben.

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