5 Stunden Fotoflut

Am Sonntag endete in Hannover das Lumix Festival für jungen Fotojournalismus. Leider viel zu spät habe ich die Zeit gefunden, mich von den vielfach empfohlenen Bilderserien beeindrucken zu lassen. So mussten ganze fünf Stunden reichen, um zumindest einen Teil der über 1400 ausgestellten Bilder zu erleben. Es hätten vielleicht sogar sieben Stunden werden können, aber irgendwann ermüden Auge und Hirn, und die Aufmerksamkeit wird den Bildern nicht mehr gerecht.

Auch wenn ich nicht eine einzige annähernd uninteressante Reportage gesehen habe, so sind ein paar Fotostories aus unterschiedlichsten Gründen besonders im Gedächtnis geblieben, welche ich hier mit passenden Weblinks empfehlen möchte.

Bedingt durch meine Vorliebe für Bilder über absurdes urbanes Leben und verfallende Architektur sind dies:

Ein vor allem durch seine intensive Nähe kaum auszuhaltendes Portrait über eine dänische Familie und ihr tumorkrankes Kind:

Natürlich waren auch viele, viele Reportagen über das Leben in anderen Kulturen unter einfachsten oder gewalttätigen Bedingungen zu sehen, unter anderem:

Und schliesslich gab es auch auf dem ersten Blick recht unspektakuläre Serien. Aus reinem Lokalpatriotismus sei einfach mal Folgende erwähnt:

Fotoausstellung “Hannover und der 2. Blick”

Seit dem 17. August 2008 ist im Freizeitheim Ricklingen / Hannover eine Fotoausstellung unter dem Titel “Hannover – und der 2. Blick” zu sehen. Auf insgesamt 50 Fotos eröffnen sich hier teilweise recht neue und unerwartete Blickwinkel auf meine Heimatstadt. Verantwortlich hierfür ist die BSW Fotogruppe Hannover, die auf durchweg sehr hochwertigen Abzügen die Stadt in unterschiedlichsten Szenen und Stimmungen entdecken lässt. Auch Aha-Effekte stellen sich bisweilen ein, wenn die Ausstellung ihrem Namen alle Ehre macht, und den Ort des jeweiligen Fotos wirklich erst auf dem zweiten Blick offenbart.

Einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Fotos habe ich im Netz bisher leider nicht finden können. Ein Besuch lohnt sich aber in jedem Fall, zumal die Ausstellung kostenlos ist. Bis zum 14. September sollte man die Gelegenheit ergreifen, im Freizeitheim Ricklingen, am Ricklinger Stadtweg 1 vorbeizuschauen. Auch sonntags ist man dort schon ab 10:00 Uhr willkommen.