Das Lichtzelt vom Wochenmarkt

Es kommt nicht allzu oft vor, dass Erdbeeren etwas länger in unserer Küche verweilen dürfen. In der Regel sind sie schnell verspeist. Das Kilo von neulich durfte nur deswegen ein wenig auf der Arbeitsfläche verweilen, da es zweckgebunden für die Verarbeitung zu Marmelade angeschafft wurde.

Vor naschwütigen Blicken geschützt lagen die roten Früchte in einer von Sonne bestrahlten, dünnen, weissen Plastiktüte, so dass das fotografische Auge eigentlich gar nicht anders kann als zu denken:

“Oh, ein Lichtzelt!”

Nach einem schnellen Positionswechsel von der Arbeitsplatte auf den Boden, waren die Erdbeeren dann auch schon in einer für den Fotografen angenehmeren Position gebracht:

Lichtüte

Und dies kommt dabei heraus, wenn man mit wochenmarktüblichen Mitteln eine unerwartet schöne Streuung von knalligem Sonnenlicht erzeugen kann:

Blitzexperimente

Wie bereits in einem vorigen Posting beschrieben, war ich recht froh, dass der von mir favorisierte Streulichtaufsatz im Stil eines FlexiDome doch auf den neu erstandenen Blitz Metz 58 AF-1 passt, obwohl bisher nicht offiziell dafür erhältlich. Eigentlich zu spät begann ich nun auch über eventuelle Alternativen zu den üblichen Streulichtaufsätzen zu forschen. Wahrscheinlich hat mich der viel zu hohe Preis für das bischen Plastik ins Grübeln gebracht.

Weiter lesen

Aus dem Handgelenk

Das hat man davon, wenn die Kamera immer bereit am Handgelenk baumelt. Irgendwann löst sich gerne auch mal unbemerkt ein Schuss, und schon sind wieder ein paar Megabyte auf der Karte verbraucht. Zum Glück sind wir im Digitalzeitalter, und die Pixel somit auch ruck zuck wieder gelöscht. Doch Halt. War da nicht eben eine interessant abstrakte Aufnahme?

Ziemlich genau so bin ich mit der Nase auf die Idee zu dieser Bildserie gestoßen worden. Der schlichte Zufall war’s, zugegeben. Aber ist das nicht sowieso immer schon das Reizvolle an der Fotografie gewesen?

Nach dem ersten Zufallsauslöser entstanden die weiteren Aufnahmen natürlich doch etwas geplanter. Schöne Farbkontraste oder Stimmungen auswählen, verschiedene Schwünge bei unterschiedlichen Belichtungszeiten ausprobieren und die Herausforderung besteht dann nur noch darin, vor lauter Wirbeln die “wirklich” interessanten Motive herauszufiltern.