Ein glänzender Bildschirm?!

Meine erste Begegnung mit einem Hochglanz-Bildschirm liegt schon eine Weile zurück, doch die Eindrücke dieser Begegnung wirkten recht beständig nach. Zunächst war ich, wie wahrscheinlich jeder andere auch, von der Farbbrillanz sehr angetan. Doch gleich der zweite Eindruck offenbarte wörtlich genommen auch das zweite Gesicht, oder vielmehr das zweite Bild VOR dem Monitor.

Mein Fazit lautete folgerichtig: für den genaueren Blick bei der Fotobearbeitung denkbar ungeeignet. Ich war mit meinem System (Intel iMac) sowieso recht zufrieden, es herrschte kein Handlungsbedarf. Die Umstellung der iMac Serie auf ausschliesslich glänzende Monitore tangierte mich somit einige Zeit lang überhaupt nicht. Allerdings war klar, dass dies früher oder später wieder ein Thema werden wird.

Das dies bereits Ende des letzten Jahres geschehen sollte, war die Schuld von Apple und der wieder einmal aktualisierten iMac Serie. Gestiegene Leistung war der Hauptanreiz, aber auch der größere Pixelplatz mit 1920 x 1080 Punkten auf 21,5 Zoll erschien attraktiv. Die größere Variante mit 27 Zoll kam wegen Schwindelgefahr beim Maus bewegen nicht in Frage.

Unterstützt durch den Eindruck, dass die Spiegelung längst nicht mehr den Grad früherer Monitore erreicht, entschied ich mich letztlich dazu, meinem weissen Mac Konkurrenz auf den Tisch zu stellen.

Ein unauffälliger Glanz

Das Bild ist im direkten Vergleich zunächst einmal wirklich sehr viel schärfer und brillanter. Dies fällt schon im Laden auf, und in vertrauter Umgebung nebeneinander erst recht. Doch was mich wirklich erstaunte war, dass ich den neuen Glanz während der ersten Schritte am neuen Rechner gar nicht negativ wahrgenommen hatte. Vielleicht war ich zunächst mit den immer wieder nervigen Einrichtungsarbeiten zu abgelenkt. Aber die Ablenkung ging schnell in Gewöhnung über. Sicher, wenn man genau hin sieht, sieht man sich. Aber mit dem morgendlichen Blick in den Spiegel ist es, in mehrfacher Hinsicht zum Glück, nicht zu vergleichen.

Genauer betrachtet

Doch wie verhält es sich nun, wenn man bewusster auf jedes einzelne Pixel blicken möchte? Nun, bei Tageslicht betrachtet, unter intensiver Sonnenbestrahlung durch das seitliche Fenster, ist nach wie vor kein wirklich sinnvolles Foto-Bearbeiten möglich. Das bin ich allerdings auch von der Matt-Scheibe nicht anders gewohnt. Somit heisst es nach wie vor Jalousie runter, oder abends die Bildbearbeitung anwerfen.

Doch wenn das Licht nicht mehr so intensiv, und vor allen Dingen eher hinter dem Monitor erscheint, sind bisweilen völlig neue Eindrücke bereits bekannter Aufnahmen zu sehen. Sie erstrahlen sprichwörtlich in neuem Glanz. Sicher, beim Pixel-genauen Feintuning insbesondere dunkler Bildbereiche ist man mit dem Kopf gut in Bewegung, um die trotz allem noch vorhandene Spiegelung irgendwie auszugleichen. Aber selbst das war ich in gewissem Umfang vom alten Monitor gewohnt.

Letztlich bereue ich den Umstieg nicht, da die Farbbrillanz und Schärfe einen großen Pluspunkt darstellen, und trotz des vorhandenen Glanzes auch feine Helligkeitsabstufungen bei genauerem Hinsehen gut zu beurteilen sind.

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